Unser Tipp der Woche

Anna Gavalda: Ab morgen wird alles anders. Hanser Verlag. 27.90 CHF.

gavaldaMathilde, 24, verliert ihre Handtasche, nachdem sie in einem Café in Paris einen Drink zu viel hatte. Darin steckt eine Menge Geld, das ihr nicht gehört. Yann, 26, fühlt sich in einem langweiligen Beruf und in einer spießigen Beziehung gefangen. Die eine sucht nach dem richtigen Mann, der andere hat den verkehrten Job, der dritte trauert um sein Kind, bei keinem läuft es richtig rund. Aber: Ab morgen wird alles anders. Das ist das Motto von Anna Gavaldas neuen Geschichten. In ihnen erzählt die Bestsellerautorin aus Frankreich mit Witz und Leichtigkeit von der unzerstörbaren Hoffnung der Menschen und der altmodischen Macht der Liebe in unseren modernen Zeiten.

Jojo Moyes: Im Schatten das Licht. Rowohlt Verlag. 20.90 CHF.

joSarah und ihren Großvater verbindet die Liebe zu Pferden. Einst war Henri ein gefeierter Dressurreiter, bis das Schicksal seine Karriere beendete. Täglich trainiert er die Vierzehnjährige und ihr Pferd. Seit dem Tod von Mutter und Großmutter haben die beiden nur einander. Und als Henri einen Schlaganfall erleidet, bleibt seine Enkelin allein zurück. Natasha und ihren Mann Mac verbindet nur noch wenig. Ihre Ehe ist gescheitert, doch bis das gemeinsame Haus verkauft ist, müssen sie sich arrangieren. Für Natasha nicht leicht, denn ihre Gefühle für den Mann, der einmal die Liebe ihres Lebens war, sind alles andere als lauwarm. Als zufällig Sarah in ihr Leben tritt, nehmen die beiden das verschlossene Mädchen bei sich auf. Das Zusammenleben ist schwierig. Gibt es überhaupt etwas, was die drei miteinander verbindet? Plötzlich ist Sarah verschwunden. Und Natasha und Mac machen sich widerstrebend gemeinsam auf die Suche. Ein turbulenter Roadtrip durch England und Frankreich beginnt …

Gerd Hammer: Lissabon (Dumont direkt) Dumont Verlag. 17.50 CHF.

lissaGepflegte Umgangsformen und eine freundliche Atmosphäre schätzen die Lissabonner, in ihrer Stadt am Westrand Europas mit einzigartigem Licht und herrlichen Aussichtspunkten, den Miradouros. Mit den 15 »Direkt-Kapiteln« des Reiseführers von Gerd Hammer können Sie sich zwanglos unter die Lissabonner mischen, direkt in das Stadtleben eintauchen und die Highlights und Hotspots kennenlernen: alte und neue Trendviertel, das Gassenlabyrinth der maurischen Alfama und die geschäftige Unterstadt Baixa, Fado-Lokale oder hochkarätige Museen, das Nachtleben im Bairro Alto, die frische Meeresbrise in Belém und den Strand vor der Haustür. In eigenen Kapiteln erfahren Sie, wo es sich in fremden Betten gut schläft, wo Sie glücklich satt werden, wohin die Lissabonner zum Stöbern und Entdecken gehen und wohin es sie zieht, wenn die Nacht beginnt. Mit den Übersichtskarten, genauen Stadtteilplänen und dem separaten großen Cityplan können Sie sich nach Lust und Laune durch die Stadt treiben lassen.

Maxence Fermine: Schnee. Unionsverlag. 25.00 CHF.

schneeYukos Leidenschaft gilt der Poesie, vor allem den Haikus, und dem Schnee. Der Schnee ist für ihn das vollkommen Schöne – ein Gedicht, eine Kalligraphie, ein Gemälde. Einen Winter lang steigt er jeden Tag auf einen Berg und schreibt Haikus. Als er sein 77. Gedicht vollendet hat, steht plötzlich ein Abgesandter des kaiserlichen Hofes vor der Tür. Er prophezeit ihm eine glänzende Karriere als Hofdichter, wenn er unter den Lehreraugen des berühmten Meisters Soseki seine Kunst vervollkommnet. Also macht Yuko sich auf den Weg und erlernt nicht nur höchste Dichtkunst, sondern erkennt auch die Traurigkeit, die seinen Lehrer umgibt – er erfährt die Geschichte einer wunderschönen Frau, die Soseki einst liebte. Sie war Seiltänzerin und ihr Name war Schnee.

Roman Graf: Mädchen für Morris. Knaus Verlag. 27.90 CHF.

morrisEin verstörendes literarisches Spiel mit den Grenzen des erotischen Begehrens.
Albert Keller, pensionierter Literaturdozent, trauert noch immer um seinen Sohn, der mit vierzehn Jahren bei einem tragischen Verkehrsunfall gestorben ist. Dass Morris nie die Erfahrung der Liebe machen durfte, empfindet Albert als kaum zu ertragende Ungerechtigkeit. Ist er unterwegs, hält er Ausschau nach Mädchen, die für Morris infrage gekommen wären. Trost sind dem Alleinlebenden zudem die Bücher des Schriftstellers Jean Mason, in denen er Morris wiederzufinden glaubt. Als Mason stirbt, sucht Albert dessen Familie auf, um für eine Biographie zu recherchieren. Dabei trifft er auf dessen Tochter, die zwölfjährige Joëlle. Sie wird von ihm zum »Mädchen für Morris« auserkoren, bis er eines Tages erkennt, dass er in Wahrheit selbst das junge Mädchen begehrt ? und schließlich zu weit geht.
Ein raffiniertes Spiel mit dem Thema Fiktion und Wirklichkeit, sowie mit Klassikern von Vladimir Nabokov, Lewis Carroll und Thomas Mann. Nie kann sich der Leser sicher sein, ob das, was erzählt wird, tatsächlich geschieht. Wer zieht die Fäden in dieser Geschichte? Wer ist hier Erzähler und wer literarische Figur? Und welche Macht hat ein Schriftsteller über seine Figuren und damit auch über die Phantasien und Reflexe seines Lesers?

Andrea Camilleri: Frauen. Kindler Verlag. 27.90 CHF.

frauenAndrea Camilleris persönlichstes Buch: Der Bestseller-Autor und Erfinder von Commissario Montalbano setzt den Frauen seines Lebens ein Denkmal.
Da ist die wunderschöne Desideria, die niemals einen eigenen Wunsch äußert und damit alle Jungen in der Klasse um den Verstand bringt. Helga aus der Schweiz, die einen irritierenden und zugleich faszinierenden Sauberkeits- und Pünktlichkeitswahn hat, von dem sie auch beim Liebesakt nicht ablässt. Angelica aus dem „Rasenden Roland“, die der junge Camilleri in einer illustrierten Ariost-Ausgabe seines Vaters bewundern darf ? womit er zum ersten Mal überhaupt in seinem Leben eine nackte Frau sieht. Und viele mehr.

Werner Wollenberger: Janine – Fast eine Weihnachtsgeschichte. Unionsverlag. 21.00 CHF.

janine»Wenn eine Fee käme und sagen würde, >Janine, du kannst dir wünschen, was du willst.< Was würdest du dir dann wünschen?« Das Kind schaute den Vater an. Es überlegte scharf. Dann lächelte es und dann schüttelte es den Kopf. »Das würde ja nicht gehen!« »Was würde nicht gehen?«, »Dass bald Weihnachten ist!« Da der 24. Dezember aber noch weit entfernt ist und Janine nur noch wenige Wochen zu leben hat, beschließt ein gesamtes Dorf, den Wunsch des Mädchens zu erfüllen.

Maria Dermoût: Die zehntausend Dinge. DTV Verlag. 29.90 CHF.

dingeVon der dunklen Schönheit der Gewürzinseln. Eine alte Gewürzplantage auf einer indonesischen Insel, die wispernde und raschelnde tropische Pflanzenwelt, das geheimnisvolle Säuseln des Meeres – dieses paradiesische Fleckchen Erde muss Felicia als Kind verlassen. Doch niemals wird sie die Worte ihrer Großmutter, der Plantagenbesitzerin, vergessen, die ihr zum Abschied sagt: »Auf Wiedersehen, Enkeltochter, ich warte hier auf dich.« – Jahre später kehrt Felicia, inzwischen Mutter eines kleinen Sohnes, in den »Kleinen Garten« zurück: Auch Himpies wächst unbeschwert heran, streift über die Plantage und lauscht den Geschichten der einheimischen Dienstboten, bis sich eines Tages eine Tragödie ereignet. In ihrem Roman beschwört Maria Dermoût eine exotische Welt, in der die zeitlichen Grenzen aufgehoben sind, die Vergangenheit so mächtig ist wie die Gegenwart, die Toten kommen und gehen und kleine Objekte große Geschichten erzählen. Ein traumverlorener Blick auf ein weit entferntes, exotisches Land, auf eine längst untergegangene Welt – Wehklage und Ode auf das Leben zugleich.

Francesc Miralles & Care Santos: Am schönsten auf der Welt ist es gleich hier. List Verlag. 21.50 CHF.

cafeEigentlich ist Iris eine ganz normale junge Frau. Doch seit ihre Eltern bei einem Autounfall ums Leben gekommen sind, ist für sie nichts mehr, wie es war. Ihre Freunde scheinen ihr so fern, als lebten sie auf einem fremden Planeten. Ihr Job in einem Callcenter ist nichts weiter als Routine. Als sie wieder einmal an einem Sonntagnachmittag allein vor dem Fernseher sitzt, hält sie es nicht länger aus und flieht auf die Straße. Das Café, vor dem sie plötzlich steht, wirkt einladend, zieht sie fast magisch an. Sofort fühlt sie sich zu Hause, taucht ein in die Atmosphäre dieser kleinen Welt. Hier lernt sie Luca kennen, der schon viel erlebt hat. Die Gespräche mit ihm werden für sie zu einer Reise zu sich selbst.

Jean-Luc Bannalec: Bretonisches Kochbuch – Kommissar Dupins Lieblingsgerichte. Kiepenheuer & Witsch Verlag. 38.50 CHF.

dupinEin Kochbuch voller Atmosphäre: mit allen Lieblingsgerichten von Kommissar Dupin – und vielem mehr! Kommissar Dupin liebt die grandiose Vielfalt der bretonischen Küche. Das Amiral in Concarneau ist sein Stammrestaurant – schon Georges Simenon wählte es als Schauplatz in einem seiner Maigret-Romane. Hier beginnt und beendet der Kommissar für gewöhnlich seine Tage. Jean-Luc Bannalec stellt zusammen mit seinen Freunden Catherine und Arnaud Lebossé, den Inhabern des Amiral, Kommissar Dupins Lieblingsgerichte vor. Bodenständig und raffiniert ist sie, die bretonische Küche, mit ihren deftigen und überraschend gewürzten Fleisch- und Fischgerichten, ihrem aromatischen Gemüse wie den berühmten Artischocken und den hervorragenden Meeresfrüchten. Zu Kommissar Dupins Lieblingsessen gehören – neben dem vorzüglichen Entrecôte – bretonische Klassiker wie marinierte Schulter vom Salzwiesenlamm, der Fischtopf Cotriade und das Fleischgericht Kig ha farz sowie Spezialitäten des Amiral. Bei den Desserts dürfen natürlich Far breton und Baba au Café Lambig nicht fehlen. Den beliebten Crêpes ist gar ein eigenes Kapitel gewidmet, und um weitere kulinarische Besonderheiten wie das Salz der Guérande, die Austernzucht oder die Pêche-à-pied geht es natürlich auch. Ein hochwertig ausgestattetes Kochbuch mit vielen Fotos – holen Sie sich die Bretagne nach Hause!