Tipp vom 31. August 2011
Der spannende 4. Fall für Inspektor Barbarotti!
Eine unbeschwerte Sommerreise in den siebziger Jahren. So fängt alles an. Drei Paare aus Uppsala, miteinander befreundet und jung, planen eine Busreise von Schweden durch die Ostblockländer bis ans Schwarze Meer. Aber was so lustig beginnt, endet im Desaster. Die Wege der Sechs trennen sich nach diesem Urlaub – und kreuzen sich ein Menschenalter später erneut, als ein Dozent aus Lunda in den Wäldern vor Kymlinge am Fuße eines Steilhangs tot aufgefunden wird. Genau an derselben Stelle, an der eine junge Studentin aus Uppsala vor fünfunddreißig Jahren unter mysteriösen Umständen ums Leben kam … Ein schwieriger Fall für Inspektor Barbarotti, in dessen Verlauf sein Pakt mit Gott und sein moralisches Empfinden auf eine harte Probe gestellt werden.
Tipp vom 28. Juli 2011
Herrlich, lakonisch, witzig und temperamentvoll! Es ist großartig, 65 zu sein! Man kann sich langweilen, ohne ein schlechtes Gewissen zu haben, man kann andere Leute stundenlang aus seinem (eigentlich nicht sonderlich) bewegten Leben erzählen, ohne dass die den Mut hätten, einen zu unterbrechen (schließlich ist man jetzt eine Respektsperson!), man kann ungestraft jammern, und man kann sich überglücklich eingestehen, dass es für gewisse Dinge nun wirklich einfach zu spät ist, und die Balletttänzerinnenkarriere getrost vergessen … Viriginia Ironside beweist erneut, dass es Spaß macht, die Jugend hinter sich zu lassen.
Tipp vom 23. Mai 2011
Die witzigsten Geschichten passieren im Taxi – und die traurigsten auch “Ich meldete mich auf eine Anzeige, in der nicht nur Taxifahrer, sondern ausdrücklich auch Taxifahrerinnen gesucht wurden. 1983 war es in Stellenanzeigen noch nicht üblich, jedem Beruf auch eine weibliche Endung anzufügen. Man tat es nur, wenn man andeuten wollte, dass man praktisch jeden nahm.” Die wunderbar lakonisch erzählte Geschichte einer jungen Frau, der das Leben nichts schenkt und die einen Beruf hat, in dem sie andauernd Leute trifft, denen das Leben erst recht nichts schenkt. Skurril, erbarmungslos, ehrlich bis auf die Knochen – und in einer grandios komponierten Lesung von Anneke Kim Sarnau zu einem großen Kabinettstück tragischer Komik verdichtet.
Tipp vom 23. Mai 2011
Eine Frau und ein Mann sind seit kurzem ein Paar, da stellt die Frau jene gefährliche Frage, die unschuldig klingt und doch schon den Keim der Eifersucht trägt: Wie war das eigentlich, bevor wir uns kannten? Seine Antwort wird zu einem Roman, ein Gespinst aus Wahrheit und Dichtung. Er beschreibt das Leben der Familie Hopsten, erzählt von seiner unerfüllten Liebe zu der Tochter des Hauses und vom Kakadu, der immer wieder in die Geschicke der Personen aus der besseren Gesellschaft hineinspielt. Mit meisterhafter Sprachkunst inszeniert Martin Mosebach ein Spiel von Liebe und Zufall, von schmerzhafter Wahrheit und menschenfreundlicher Illusion. Das gleichnamige Buch ist im Hanser Verlag erschienen.