Archiv des Autors: Buecherparadies

Archiv der Träume – Meisterwerke aus dem Musée d’Orsay. Sieveking Verlag. 57.90 CHF.

archivEin außergewöhnlicher Lese- und Bildergenuss: Ein Archiv der Träume des 19. Jahrhunderts erwacht zu neuem Leben. 130 der besten grafischen Blätter aus den Reserven des Musée d’Orsay treten mit Künstlern von heute in Dialog. In freier Form kommentieren hochkarätige zeitgenössische Maler, Autoren und Filmemacher wie z.B. Paul Auster, Georg Baselitz oder Wim Wenders Zeichnungen und Grafiken altbekannter Künstler. Das Spektrum der Interpretationen reicht von assoziativen Bildbeschreibungen und persönlichen Erfahrungsberichten über Gedichte und Erzählungen bis hin zu bildlichen Darstellungen. Der opulente Band vermag den Leser auf jeder Buchseite aufs Neue zu überraschen und schlägt eine ungeahnte Brücke zwischen dem 19. Jahrhundert und der Gegenwart.

Jean-Luc Bannalec: Bretonischer Stolz – Kommissar Dupins vierter Fall. Kiepenheuer & Witsch Verlag. 20.40 CHF.

dupinAm malerischen Fluss Belon, dort, wo die weltberühmten Austern gezüchtet werden, zwischen Klippen, Zauberwäldern und dem Atlantik, entdeckt eine eigensinnige alte Filmdiva kurz vor Ostern die Leiche eines Mannes. Nur wenig später erreicht Kommissar Dupin ein Anruf aus den sagenumwobenen Hügeln der Monts d’Arrée, um die sich Legenden von Feen und dem Teufel ranken. Auch dort wurde ein Toter gefunden. Doch niemand kennt seine Identität. Als sich herausstellt, dass die Spuren zu keltischen Brudervölkern, einer Sandraub-Mafia und rätselhaften Druiden-Kulten führen, ahnt der Kommissar: Dies wird sein aberwitzigster Fall.

Viveca Sten: Schärensommer – Meine Lieblingsrezepte. Kiepenheuer & Witsch. 29.00 CHF.

schärenDie Bestsellerautorin Viveca Sten hat den Tisch reich gedeckt und lädt ihre Leserinnen und Leser ein: auf ihre Schären, die idyllische Inselgruppe an der schwedischen Küste, die Schauplatz ihrer Kriminalromane rund um Thomas Andreasson und seine Jugendfreundin Nora ist. Natürlich kann ein Buch eine Reise in die Schären nicht ersetzen, aber es kann ein bisschen den Duft der Inseln und die Freude, die die Menschen dort ausstrahlen, in die heimischen Wohnzimmer und Küchen holen. Wunderschöne Fotos zeigen eine idyllische Sommerlandschaft, Viveca Sten porträtiert liebevoll Menschen und Inseln und hat in vielen Gesprächen mit den Einheimischen Rezepte gesammelt: für Gebäck wie Zitronenmuffins oder Blaubeerküchlein über Hauptgerichte wie Schwarzwurzeln mit Pfifferlingen oder den berühmten Köttbullar bis hin zu Fischgerichten, die in den Schären besonders beliebt sind. So können wir uns Viveca Stens Schweden zumindest kulinarisch nach Hause holen.

Fredrik Backman: Oma lässt grüssen und sagt, es tut ihr leid. Krüger Verlag. 26.50 CHF.

omaDer Nr.1-Bestseller und Lieblingsroman aus Schweden: phantasievoll, ergreifend und umwerfend witzig. Wieder ein ganz besonderes Leseerlebnis vom Autor von >Ein Mann namens Ove<. Oma ist 77, Ärztin, Chaotin und treibt die Nachbarn in den Wahnsinn. Elsa ist 7, liebt Wikipedia und Superhelden und hat nur einen einzigen Freund: nämlich Oma. In Omas Märchen erlebt Elsa die aufregendsten Abenteuer. Bis Oma sie eines Tages auf die größte Suche ihres Lebens schickt – und zwar in der wirklichen Welt.

Leonardo Padura: Die Palme und der Stern. Unionsverlag. 32.90 CHF.

palmeNach achtzehn Jahren im Exil kehrt der Schriftsteller Fernando nach Havanna zurück, um nach einem verschollenen Manuskript des Dichters José Maria Heredia zu suchen. Die Rückkehr führt ihn nicht nur zu den Geheimnissen der Freimaurer Kubas, denen Heredia angehörte, sondern auch in die eigene Vergangenheit: Wer hat Fernando vor bald zwanzig Jahren denunziert und damit ins Exil getrieben? Padura verwebt drei Handlungsstränge: Das Schicksal von Fernando, die Suche nach dem verlorenen Manuskript und die fiktiven Memoiren von Heredia. Gleichzeitig vermittelt er ein atmosphärisches Bild von Kubas Geschichte, vom beklemmenden Lebensgefühl im Exil und deckt erstaunliche Parallelen im Leben der beiden Schriftsteller aus zwei Jahrhunderten auf.

Thomas Ehrsam: Silentium! Lesen und literarisches Leben in Zürich. Limmat Verlag. 34.00 CHF.

silentiumMitten im liberalen Aufbruch Zürichs in den 1830er-Jahren gründeten gebildete Bürger und Professoren der jungen Universität die Museumsgesellschaft Zürich mit dem Ziel, eine «umfassende Lese-Anstalt» zu unterhalten. Eine Lesegesellschaft, wie es damals viele gab, doch die Museumsgesellschaft erwarb sich schnell einen Platz unter den bestdotierten und gastfreundlichsten Gesellschaften ihrer Art in Europa. Thomas Ehrsam erzählt mit der Geschichte dieser Lesegesellschaft eine Geschichte des privaten Lesens des Bürgertums in der Stadt Zürich. In Friedens- wie in Kriegszeiten war sie ein Hort der liberalen Offenheit, was sich in der Anschaffungspolitik der Bibliothek ebenso spiegelt wie in der Aufnahme von Gästen und Emigranten. Joyce, Tucholsky, Lasker-Schüler und viele mehr lasen als Mitglied oder Gast in der Museumsgesellschaft. Die Tradition der Offenheit gilt auch für das vor zehn Jahren von der Museumsgesellschaft gegründete Literaturhaus, zu dem Richard Reich einen Essay beisteuert. 

Margrit Wyder: Einstein & Co. – Nobelpreisträger in Zürich. NZZ Verlag. 48.00 CHF.

nobelEinsteins Aufenthalt in Zürich ist allgemein bekannt. Doch erstaunlich viele weitere Absolventen und Professoren der ETH und der Universität Zürich aus den Bereichen Physik, Chemie und Medizin erhielten den Nobelpreis als höchste Auszeichnung in den Wissenschaften. Hinzu kommen einige prominente Autoren, die mit dem Literaturpreis ausgezeichnet wurden. Margrit Wyder macht die beeindruckende Menge an Nobelpreisträgern – rund 60 – sichtbar, die in Zürich über kürzere oder längere Zeit lebten. Wo wohnten und arbeiteten sie, wie haben sie ihre Freizeit verbracht? Der Band enthält Wissenswertes und Anekdotisches aus dem Leben der Preisträger in Zürich und bietet die Gelegenheit, sich auf ihren Spuren durch die Stadt zu bewegen. Weiter werden diejenigen Erfindungen und Entdeckungen besonders gewürdigt, die in Zürich selbst gemacht wurden.

Takashi Hiraide: Der Gast im Garten. Insel Verlag. 20.90 CHF.

takashiEin junges Paar, erschöpft vom Lärmen der Großstadt, bezieht ein Gartenhaus außerhalb Tokyos. Als eines Tages ein kleines Kätzchen auftaucht, unterbricht es die beschauliche Stille des weitläufigen Gartens. Es dauert nicht lange, bis sie es dabei beobachten, wie es sich inmitten der Blumenbeete im Schatten der Bäume räkelt, mit Schmetterlingen und Libellen herumtollt und durch das Unterholz streift. Mehr und mehr öffnen sich die beiden dem unverhofften Gast, und bemerken dabei kaum, was die Katze tatsächlich für ihr Leben bedeutet – bis sie eines Tages verschwindet. Ein Haus und ein Garten, anmutig in seiner aus der Zeit gefallenen Schönheit. Ein Paar, das einen neuen Anfang sucht. Eine scheue Katze, die die Freiheit liebt. Takashi Hiraide verzaubert den Leser mit einem poetischen, zutiefst ergreifenden Roman über die Liebe und die Zerbrechlichkeit des Lebens.

Froissard & Le Roux: Humboldts letzte Reise. Knesebeck Verlag. 36.50 CHF.

humboldtDiese sensationell gezeichnete Graphic Novel im Stil von Jules Verne nimmt uns mit auf eine fantastische Reise zu den Grenzen der Realität. Alexander von Humboldt, berühmter Naturforscher im Ruhestand, erhält eine Nachricht von Aimé Bonpland, der im Dschungel Amazoniens verschollen ist. Begleitet von Bonplands Tochter bricht Humboldt sofort auf und begibt sich auf die Spur seines engen Freundes und Kollegen. Sein Aufbruch sorgt für Aufsehen – will der alte Mann etwa weiter die Welt erforschen? Sein großer Rivale Carl Ritter heftet sich an seine Fersen …

Andreas Weissen: Binntal Veglia Devero. Rotpunkt Verlag. 39.00 CHF.

binntalDie Alpe Veglia und Alpe Devero in der Valle d’Ossola (Piemont) gehören heute zusammen mit dem Binntal im Goms (Wallis) zu den intaktesten Regionen des Alpenraums, fernab der großen Tourismusströme und Transitachsen. Dabei war der Albrun während Jahrtausenden eine wichtige Passverbindung zwischen dem Wallis und der Poebene. Kelten, Römer und Walser, Händler, Pilger und Söldner wechselten hier von einer Seite des Alpenhauptkamms zur anderen. Dann geriet der Pass in Vergessenheit. Die regionalen Naturpärke beidseits der Grenze sind wegen ihrer landschaftlichen Schönheit und ihrer Naturwerte, aber auch wegen der gut erhaltenen Siedlungen als solche anerkannt und träumen davon, in absehbarer Zeit einen einzigen, grenzüberschreitenden italienisch-schweizerischen Naturpark zu bilden. Grenzenloses Wandervergnügen zu allen Jahreszeiten: Unsere Routen – Wanderungen wie auch Schneeschuhtouren – führen durch enge Schluchten, weite Hochebenen, lichte Lärchenwälder und bunte Alpweiden, auf atemberaubende Panoramagipfel und zu idyllischen Bergseen, und nicht zuletzt in Dörfer, Weiler und Alpsiedlungen mit viel Charme. Gastfreundschaft und gute Küche werden in der Grenzregion großgeschrieben!