Archiv des Autors: Buecherparadies

Petra Ivanov: Erster Funke – Flint und Cavalli. Wie alles begann. Unionsverlag. 26.00 CHF.

flintBruno Cavalli steht kurz vor einem Ermittlungserfolg, als ihm jemand zuvorkommt: Der Schweizer Bankangestellte, der sensible Kundendaten gestohlen hat, liegt ermordet in einem finsteren Hangar in New York. Zusammen mit der Staatsanwältin Regina Flint folgt Cavalli den Spuren des Killers bis nach Washington. Obwohl Cavallis unorthodoxe Ermittlungsmethoden Flints Vorstellungen von Verbrechensbekämpfung gehörig umkrempeln, kommen die beiden sich immer näher – und geraten ins Netz der Mafia. »Immer wieder bin ich gefragt worden, wie sich Regina Flint und Bruno Cavalli kennengelernt haben. Jetzt tauche ich in die Vergangenheit ein. Regina Flint und Bruno Cavalli treffen zum ersten Mal aufeinander. Schnell wird ihnen klar, dass sie so bald nicht wieder voneinander loskommen.« Petra Ivanov

Christoph Hein: Trutz. Suhrkamp Verlag. 34.90 CHF.

hein»In diesen Roman geriet ich aus Versehen oder vielmehr durch eine Bequemlichkeit.« Dieser Satz eröffnet eine Recherche, über das Leben zweier Familien während des vergangenen Jahrhunderts. Ein Roman also des 20. Jahrhunderts, der des Schriftstellers Rainer Trutz und der von Waldemar Gejm, einem Professor für Mathematik und Linguistik an der Lomonossow-Universität, der seit Jahren ein neues Forschungsgebiet entwickelt: die Mnemotechnik, die Lehre von Ursprung und Funktion der Erinnerung. Die partei-offizielle Gedächtnissteuerung staatlicher Stellen wird Trutz wie Gejm in den darauffolgenden Jahren zum Verhängnis: Der Deutsche wird in einem sowjetischen Arbeitslager erschlagen. Die Umschwünge der Politik des Genossen Stalin führen im Falle Gejm zur Deportation mit anschließendem Tod. Nur die beiden Söhne, Maykl Trutz und Rem Gejm, überleben und begegnen sich Jahrzehnte später zeigt sich die Ironie der Geschichte und die ihres Lebens: Das Jahrhundert, das auf ein nicht-staatlich bevormundetes Gedächtnis angewiesen wäre, arbeitet unerlässlich daran, das Gedächtnis auszulöschen.In seiner objektiven und zugleich einfühlenden Chronik der Lebensläufe zweier Familien bündelt Christoph Hein, die vergebliche Hoffnung auf eine Existenz jenseits von Elend und Sklaverei. Und so ist ihm ein Jahrhundertroman im zweifachen Sinn gelungen: ein Jahrhundert umgreifend, ein Jahrhundert widerspiegelnd, ein Jahrhundert verstehbar zu machen und nachzuerleben.

Gabrielle-Suzanne Barbot de Villeneuve: Die Schöne und das Biest. Coppenrath Verlag. 39.90 CHF.

biestEs ist eines der romantischsten Märchen aller Zeiten: Seit der ersten Veröffentlichung im Jahr 1740 sind Generationen gefesselt von der zeitlosen Geschichte der Schönen, die sich in ein grimmiges Biest verliebt … Die Designkünstler MinaLima laden den Leser mit kunstvollen Illustrationen und aufwendigen interaktiven Extras ein, die Geheimnisse im verwunschenen Schloss des Biests neu zu entdecken – mit Pop-up-Tor, Schieber, verspiegelten Klapp-Fenstern und vielem mehr. Ab heute im Kino!

Volker Gebhardt: Kleine Geschichte der Malerei – Ein Überblick vom Mittelalter zur Moderne. Dumont Taschenbuch Verlag. 19.90 CHF.

malenJede Epoche hat ihre Möglichkeiten entwickelt, die Welt zu betrachten. Die Geschichte der Malerei ist auch eine Geschichte des Sehens. Die jeweilige historische Sicht auf Natur und Mensch bestimmt zu einem bedeutenden Teil die künstlerische Arbeit des Malers. Volker Gebhardt skizziert deshalb in seinem komprimierten und pointierten Übersichtsband die Kultur¬geschichte einer jeden Epoche. Zudem porträtiert er ihre wichtigsten Vertreter und zeichnet die Entwicklung vom Rokoko zur Romantik, vom Realismus zum Jugendstil, vom Expressionismus bis 1945 und den Weg in die Abstraktion nach.

Clover Stroud: Spur der Pferde – Die Kraft, durch die ich mich selbst fand. Lübbe Verlag. 27.90 CHF.

spur„Pferde haben mir alles genommen – und alles gegeben.“ Clover Stroud Clover Stroud wuchs mit Pferden auf, genoss Jugend, Freiheit und Glück, doch bei einem tragischen Reitunfall verlor sie ihre Mutter, da war sie erst 16. Jahrelang fühlte sie sich haltlos, lief weg, kehrte zurück, betäubte sich mit Sex und Drogen. Doch erst die postnatale Depression nach der Geburt ihres vierten Kindes führte sie wieder zurück zur Natur, zurück zu den Pferden – und sie fand Heilung und Glück. Eine ganz besondere Verbindung, eine umwerfende Frau und ein sagenhaftes, inspirierendes Buch. „Ich hoffe, die Leser werden in meinem Buch etwas finden, das sie berührt, sei es, dass sie selbst Mütter sind, selbst Trauer oder Depression erlebt oder erlitten haben, sei es, dass sie ebenso wie ich begeistert sind von Pferden, Natur und Outdoor-Erlebnissen.“ Clover Stroud Clover Stroud gilt als eine der besten Reise- und Lifestyle-Journalistinnen Englands und schreibt und interviewt regelmäßig für alle großen Magazine und Zeitungen des Landes. Doch ihr eigenes Leben ist ebenso fesselnd wie das der Berühmtheiten, die sie interviewt. Clover Stroud lebt heute mit ihrem zweiten Ehemann und vier Kindern mit Blick auf das Huffington White Horse. Pferde sind immer bei ihr.

Julie Fogliano & Erin E. Stead: Und dann ist Frühling! Sauerländer Verlag. 22.90 CHF.

frühWann kommt endlich der Frühling?

Nach einem langen Winter kommt die Sehnsucht nach mehr Licht, frischen Farben und bunten Blumen. Alle können es kaum erwarten, bis der Frühling seine ersten Boten schickt. Auch der kleine Junge und sein Hund haben genug von all dem schmutzigen Braun, das der geschmolzene Schnee hinterlassen hat. Sie graben, sie pflanzen Samenkörner ein, sie spielen und sie warten … Sie warten lange … bis sich endlich zarte Frühlingsblumen zeigen und die Welt wieder in wunderschönes Grün getaucht ist.Warme Farben illustrieren einen poetischen Text – und verleihen der Zeit des Wartens und der Ungeduld eine ganz besondere Magie. Von den Schöpfern von »Wenn du einen Wal sehen willst«.

Bernard Imhasly: Indien – Ein Länderporträt. Ch. Links Verlag. 25.50 CHF.

indienDie Vielfältigkeit Indiens ist fast schon ein Klischee. Ein Land der Widersprüche, das changiert zwischen Kastenwesen und Demokratie, zwischen Götterglaube und High-Tech, blanker Armut und neuer Wirtschaftskraft mit glitzernden Shopping-Malls. Bernard Imhasly lebt seit Jahrzehnten in Indien und kann wie kaum ein Zweiter vom Subkontinent erzählen, etwa, indem er von der indischen »Hochzeitsindustrie« mit einem Jahresumsatz von circa 40 Milliarden US-Dollar berichtet oder von der nicht zu unterschätzenden Rolle der indischen Mythologie in der aktuellen Politik.

Lynne Sharon Schwartz: Alle bleibt in der Familie. Kein & Aber Verlag. 29.00 CHF.

famEine Grossfamilie in der New Yorker Upper West Side. Roy, ein Psychotherapeut, und seine erste Frau, Bea, eine Gastronomin, leben zusammen mit ihren vier Kindern und deren Partnern und Geliebten, Roys weiteren zwei Ehefrauen, Beas Liebhaber, ihrer lesbischen Künstlerinnenschwester sowie ihrer nervtötenden Mutter in einem einzige Mehrfamilienhaus. Da ist wenig Platz für alle ? und doch genug Raum für Missverständnisse, schlechte Gefühle, aber auch unerwartete Freude. Ein scharfsinniges Buch über eine moderne Familie und der lustigste Roman dieser großen Autorin.

Andreas Altmann: Gebrauchsanweisung für das Leben. Piper Verlag. 20.50 CHF.

lebenWas für ein Übermut, ein Buch mit einem solchen Titel zu schreiben: »Gebrauchsanweisung für das Leben«. Wie soll ein Autor mit dem schwerwiegendsten, dem geheimnisvollsten, dem unfassbarsten und sensationellsten Wort umgehen, das je in einer Sprache vorkam? Hinter welchen fünf Buchstaben stehen mehr Fragezeichen? Mehr Glück? Mehr Abgründe? Mehr Heldentaten und Niedertracht? Mehr Genialität und Irrsinn? Was ist teurer für den einen, und was könnte nicht billiger und wertloser sein für einen anderen? Was behüten Menschen mit mehr Macht, und was vernichten sie mit gleicher Vehemenz? Das LEBEN, klar. Andreas Altmann hat es trotzdem versucht. In zentralen Begriffen umkreist er das, was das Leben ausmacht. Es geht um nichts weniger als Liebe und Schmerz, um Abenteuer und Freundschaften, Einsamkeit, Religion und den Tod, um Heimat und Sprache. Und um das Reisen und die Erlebnisse, die der Autor auf der ganzen Welt gesammelt hat. Und was immer man in diesen Text hineinlesen will, am Ende jeder Seite erinnert er den Leser an etwas, was mancher so leichtsinnig vergisst: Das Leben will belohnt werden, hat es doch gerade mich ausgesucht!

Franz Hohler: Alt? Gedichte. Luchterhand Verlag. 22.50 CHF.

hohlVor fast dreißig Jahren erschien Franz Hohlers erste Sammlung mit Gedichten, der Band »Vierzig vorbei«, damals von Lesern und Kritikern gleichermaßen geliebt. Jetzt legt der Autor einen weiteren Gedichtband vor  mit Gedanken über das Älterwerden. Darin geht Hohler der Frage nach, wie das Alter uns verändert und die Zeit zu einem kostbaren Gut macht. Mit »Alt?« widmet er sich einer Lebensphase, in der der Tod zwar ?die Sonnenbrille abnimmt und dich anschaut?, die aber zugleich auch Aufbruch und ein Bekenntnis zum „Carpe Diem“ sein sollte. Eine Sammlung sprachlicher Kabinettstücke ? voller Tiefe, Nachdenklichkeit und zugleich Freude am Leben.