Archiv des Autors: Buecherparadies

Michèle Binswanger / Nicole Althauser: Macho-Mamas. Warum Mütter im Job mehr wollen sollen. Nagel & Kimche 2012. 25.90 CHF

Emanzipierte Frauen erwarten heute vom Leben all das, was für Männer selbstverständlich ist: einen befriedigenden Beruf, eine Beziehung mit erfülltem Sexleben, Freizeit und ein anständiges Gehalt. Sobald Paare aber Kinder bekommen, ändert sich alles: Frauen schicken den Mann an die Ernährerfront und geben ihre beruflichen Pläne auf. Wenn eine Frau dagegen trotz Familie Karriere machen will, braucht sie unerschöpfliche Energie, muss sich gegen Machtspiele am Arbeitsplatz durchsetzen – und dabei auch noch attraktiv aussehen. Warum das so ist und warum es nicht sein muss, zeigen die Autorinnen in ihrem provokanten und pointierten Ratgeber.

Stewart O’nan: Emily, allein. Rowohlt 2012. 28.50 CHF

Das einfühlsame Porträt einer Frau, die am Ende ihres Lebens einen Neuanfang wagt. Emily Maxwell, eine Witwe, deren Kinder längst eigene Familien gegründet haben, führt ein ziemlich unspektakuläres Leben, allein mit ihrem Hund. Dann und wann trifft sie sich mit ihrer Schwägerin zum Essen, aber das ist es dann auch schon. Als die bei einem gemeinsamen Frühstück zusammenbricht, wird für Emily alles anders. Sie verbringt ganze Tage damit, Besuche ihrer Enkel aufwendig zu planen, sie kauft sich ein kleines Auto, lernt, die bislang noch nie erfahrene Unabhängigkeit in vollen Zügen zu genießen. Auf einmal offenbart ihr das Leben neue Möglichkeiten. Eine alte Frau wie Emily meint jeder zu kennen, und doch wurde sie selten so einfühlsam und treffend porträtiert. Stewart O’Nan zeigt uns ihre kräftig in alle Richtungen ausschlagenden Gefühle – des Bedauerns, des Stolzes, der Trauer, der Freude – in völlig überraschenden Zusammenhängen. Indem er das scheinbar Gewöhnliche als etwas Außergewöhnliches enthüllt und sich – heiter, ergreifend – mit ernsten Themen wie Einsamkeit, Alter und nahem Tod befasst, schärft er den Blick des Lesers, sein Verständnis.

Sarah Winman: Als Gott ein Kaninchen war. Limes-Verlag 2012. 27.50 CHF

Welche Überraschungen hält das Leben wohl für Sie bereit? Als Gott ein Kaninchen war, war Elly Portman noch ein Kind. Behütet von ihrem großen Bruder Joe, befreundet mit einem seltsamen Mädchen namens Jenny. Die Welt war schön und voller Überraschungen, die Träume noch klein und für jeden zu erreichen, und Süßigkeiten kosteten nur einen Penny. Zusammen konnte man die Klippen des Lebens umschiffen, sich allen Widrigkeiten stellen. Zwanzig Jahre später sind Elly und Joe erwachsen und sich näher denn je. Bis das Schicksal Elly zu einer langen Reise zwingt, denn ihr geliebter großer Bruder braucht ihre Hilfe. Nun ist es an ihr, Joe zurück ins Leben zu holen und endlich ihr eigenes Glück zu finden.

Luc Foccroulle: Das grosse Vorsingen. Nord-Süd Verlag 2012. 21.90 CHF

Alle Frösche wollen im Froschchor singen. Alle außer Berta. Sie will viel lieber Köchin werden.Bertas Freundin Lucie hingegen wünscht sich nichts sehnlicher, als endlich im Chor zu singen.Lucie ist aber noch viel zu klein, und Berta singt so schief, dass die Seerosenblätter wackeln. Mit einemTrick gelingt es den beiden, dass Lucie doch im Chor singen kann. Aber dann fliegt der Trick auf ? Ausgerechnet am Tag der Prinzenhochzeit!

Katja Thiel: Gartenkinder. Kosmos 2012, 28.50 CHF

Für Kinder ist ein Garten viel mehr als ein “verlängertes Wohnzimmer”. Hier können sie spielen, Natur entdecken und dabei viel lernen. Wie viel Spaß selbst in ein paar Quadratmetern Grün stecken kann, zeigt dieses liebevoll-lebendige Buch: Sonnenblumenwettwachsen, Pflanzentöpfchen selber machen, mit Pflanzen malen oder fantasievoll mit Steinen spielen – in Schritt-für-Schritt-Anleitungen bietet es einen großen Fundus an Ideen und Experimenten, wie man gemeinsam mit Kindern den Garten entdecken und dort spannende kleine Abenteuer und Naturwunder erleben kann. Dazu gibt es wichtige Pflanzeninfos für Nachwuchsgärtner und eine kleine Tierkunde.

Judith Drews: Alles Farbe, Beltz und Gelberg 2012, 20.50 CHF

Wie viele Grüntöne gibt es eigentlich? Wann sieht Superman rot? Und sind nachts alle Katzen grau? Welche Geheimnisse die Welt der Farben birgt, offenbart dieses faszinierende Konzept-Bilderbuch, das mit jedem Umblättern aufs Neue verblüfft. Schon die Kleinsten spinnen die spielerisch miteinander verbundenen Bildfolgen weiter, und auch Erwachsene können sich der Lust am kreativen Assoziieren nicht entziehen. Das Atelier Flora hat Farbgeschichten in Papier, Knete, Filz und Kuchenteig, in Zeichnungen und Fotos gesammelt und regt so zum bewussten Sehen an. Ein Buch der Farben, das selbst eine Augenweide ist!

Jorge Bucay: Drei Fragen, S. Fischer Verlag 2011, 24.50 CHF

Für die Suche nach dem Glück gibt es definitiv kein Rezept. Und Jorge Bucay, der angesehene Psycho- und Gestalttherapeut, gaukelt uns auch gar nicht vor, über ein solches zu verfügen. Er weiß, wie vielfältig die Wege sind, die wir bei der Suche nach einem erfüllten Leben beschreiten können. Und doch: Wie individuell ein Weg auch immer sein mag, es gibt ein gemeinsames Merkmal. Denn bei unserer Suche werden wir von drei Fragen geleitet, die wie ein roter Faden dieses Buches durchziehen. Wer bin ich? Wohin gehe ich? Und mit wem? Drei Fragen, drei Aufgaben. Die Antwort auf die erste Frage liegt in der aufrichtigen Begegnung mit mir selbst. Die auf die zweite darin, zu entscheiden, welchen Sinn und welche Erfüllung ich in meinem Leben finde. Und die dritte besteht darin, auszuwählen, was mir entspricht, sich dem Prozess der Liebe zu öffnen und meinen Wegbegleiter oder meine Wegbegleiterin zu finden.

Thomas Lau: Kleine Geschichte Zürichs, Pustet F. Verlag 2012, 24.50 CHF

Huldrych Zwingli feierte die Stadt an der Limmat als ein neues Jerusalem, und er sollte nicht der letzte sein, der dies tat. Andere fanden Vergleiche mit Rom angemessener, wieder andere mochten Zürich lieber in einem Atemzug mit Sodom und Gomorra nennen. Die Geister schieden und scheiden sich an ihr. Das geträumte, beschriebene, verherrlichte, verdammte Zürich auf der einen und das gelebte, täglich von Neuem erstehende Zürich auf der anderen Seite – was haben sie miteinander zu tun? Seit über 2000 Jahren bestimmen die Bewohner der Stadt die Antwort auf diese Fragen immer wieder neu. Die Kleine Geschichte Zürichs zeichnet diese Entwicklung nach – informativ und spannend.

Hans-Martin Bürki-Spycher: 365 Erfinder, Echtzeit 2012, 34.00 CHF

Was wäre unser Alltag ohne Gore-Tex, Auto und Kondome? Hinter jedem Ding steckt eine kleine Geschichte. Auf die Idee Zuckerwatte kam ausgerechnet ein Zahnarzt. Den Würfelzucker verdanken wir einem blutigen Daumen, die Magenspiegelung einem Schwertschlucker. Die Konserve erfand François Nicolas Appert, den Dosenöffner dazu lieferte Robert Yeates 48 Jahre später. 365 Zeitreisen mit Hans-Martin Bürki-Spycher mit 365 wahren Geschichten über 365 Waren – lustig, aber sachlich.

Hansjörg Schneider: Nilpferde unter dem Haus, Diogenes 2012, 36.90 CHF

Das Tagebuch eines Schriftstellers, der sich die Fähigkeit zu staunen bewahrt hat: über den Weg, den er zurückgelegt hat, über die Schönheit der Natur und die Unzulänglichkeit der Menschen, über den neuen Tag und über die Nacht, in der er das erste Mal von Nilpferden träumte.