Archiv des Autors: Buecherparadies

Jean-Philippe Blondel: This is not a Love Song. Deuticke Verlag. 25.50 CHF.

blondVincent hat es in England zu einer beachtlichen Karriere und einer glücklichen Familie gebracht. Doch zu Besuch in seiner Heimat Frankreich ist er sofort wieder der unsichere Junge von früher. Schnell hat er über alle – die Eltern, den Bruder, die alten Freunde – ein Urteil gesprochen. Bis ihn die Frau seines Bruders, die er noch nie leiden konnte, endlich mit der Wahrheit konfrontiert … Nach dem Bestseller “6 Uhr 41″ unternehmen wir mit Jean-Philippe Blondel eine spannende, überraschende Reise in die eigene Jugend. Eine Geschichte über Beziehung, Liebe, Freundschaft und über eine der reizvollsten Fragen überhaupt: Was wäre gewesen, wenn?

Gabrielle Elioth: Die entwendete Handschrift. Lenos Verlag. 28.00 CHF.

gabiAm Morgen des 16. April 2015 wird der angesehene Mittelalterhistoriker Richard Merak im Konstanzer Inselhotel tot aufgefunden. Er hätte an diesem Tag den Hauptvortrag an der Tagung zur 600-Jahr-Feier des Konzils von Konstanz halten sollen. Seine Beerdigung bringt Laura nach fünf Jahren in ihre Heimatstadt Basel zurück und zwingt sie, sich noch einmal mit ihrem früheren Leben als Meraks Ehefrau und dem selbstbezogenen Basler Patriziat auseinanderzusetzen. Dabei stößt sie auf Widersprüche zwischen der wissenschaftlichen Arbeit ihres Mannes und den Erkenntnissen seines erfolglosen Rivalen Hans Peterson vom Basler Staats­archiv, der einige Monate zuvor im Rhein ertrunken ist. Laura beginnt den Gründen für die unterschiedlichen Einschätzungen der beiden Historiker nachzuspüren, wobei deren gemeinsames Forschungsinteresse den Ausgangspunkt ihrer Recherchen bildet: das Leben und Wirken des um 1355 in Konstantinopel geborenen Manuel Chrysoloras, des Verfassers der ersten griechischen Grammatik für Nichtgriechen, der während des Konzils in Konstanz starb. Bald kommt Laura zum Schluss, dass zwischen dem Dissens der beiden Historiker und den Todesfällen eine Verbindung bestehen muss. Sie verfängt sich in einem Netz von Heimlichkeiten und wird selbst zur Verdächtigen.

Hartmut Ronge: Unnützes Wissen Zürich – 711 erstaunliche Fakten. Emons Verlag. 17.90 CHF.

zhWas Sie schon immer über Zürich wissen wollten und nie zu fragen wagten. In diesem Buch sind 711 skurrile, spannende und verblüffende Fakten über Zürich versammelt, an denen jeder seinen Spass haben wird. Wie viel Hektoliter Bier brauen die städtischen Brauereien jedes Jahr? Wo wurde der erste Selbstbedienungsladen Europas gegründet? Und was hat der FC Barcelona mit Zürich zu tun? Detailwissen par excellence. Ob alteingesessener Zürcher, Zugezogener oder Tourist auf der Durchreise – die beliebte Stadt am Zürichsee wird von einer ganz neuen Seite präsentiert. Ab sofort kann man mit unnützem Wissen glänzen und dafür bewundert werden.

Helmut Stalder: Gotthard – Der Pass und sein Mythos. Orell Füssli Verlag. 55.00 CHF.

gotthardDer Sankt Gotthard ist der Pass schlechthin. Und doch ist er viel mehr als nur ein Pass oder Tunnel. Kein anderer Alpenübergang ist mit so vielfältigen Bildern, Erzählungen und Mythen verbunden, besitzt eine derartige Symbolkraft, ist für das Selbstverständnis der Schweiz von derartiger Bedeutung. Dieses Buch ist das reich bebilderte Porträt eines sagenumwobenen Berges, der seit Jahrhunderten nicht nur Höchstleistungen der Ingenieurskunst im Tunnel- und Strassenbau hervorbringt und die Künste inspiriert. Er ist der mythische Gründungsort der Schweiz. Der Fels, auf dem die Nation ruht.

Anna Fredriksson: Der Frühlingsclub. Bloomsbury Verlag. 20.90 CHF.

clubJahrzehntelang drehte sich Karins Leben nur um ihren Mann Sten und die zwei Kinder. Nach ihren eigenen Bedürfnissen hat nie jemand gefragt – nicht einmal sie selbst. Während Sten sich langsam von seinem Schlaganfall erholt, wird Karin klar, dass es so nicht weitergehen kann. Zur großen Überraschung und auch Missbilligung ihrer Familie und Freunde bucht sie spontan einen sündhaft teuren Kurs bei einem schwedischen Sternekoch – die erste verrückte und gänzlich eigennützige Aktion in ihrem Leben. Doch das ist erst der Anfang. Dort lernt sie außerdem Monika kennen, die genau der Typ Frau ist, der Karin gerne wäre: lebensfroh, mutig, unabhängig. Die beiden gründen zusammen den »Dienstagsklub«, der für Karin der ersehnte Gegenpol zu ihrem langweiligen Alltag wird. Als sich schließlich auch eine neue Liebe anbahnt, schafft es Karin, aus ihrem alten Leben auszubrechen. Sie lässt sich scheiden und gründet zusammen mit Monika ein Cateringunternehmen. Aber zahlt sich ihr Mut zur Veränderung aus?

Martin Walker: Eskapaden – Der achte Fall für Bruno Chef de Police. Diogenes Verlag. 33.00 CHF.

brunoIn Saint-Denis wird er nur ›der Patriarch‹ genannt: Marco Desaix, Kriegsheld mit hochrangigen Kontakten zur französischen, russischen und israelischen Regierung und Brunos Jugendidol, weil er als erster französischer Pilot die Schallmauer durchbrach. Auf seinem Schloss lernt Bruno neben dem überaus väterlichen Gastgeber auch dessen Familie näher kennen und bekommt neben vorzüglichen Trüffeln und Pâtés mehr familiäre und politische Intrigen serviert, als selbst er verdauen kann. Als am nächsten Morgen ein Gast tot aufgefunden und sofort eingeäschert wird, beginnt Bruno zu ahnen, dass dieser nur eine von mehreren Leichen im wohlgefüllten Weinkeller sein dürfte.

Julia Ballmaier: Wohnen unter 1000 Euro – Grosse Wohnideen-Kleiner Preis. Callwey Verlag. 34.50 CHF.

wohnenJede Wohnung ist so unterschiedlich, wie die Menschen, die dann darin wohnen. Die Einrichtungsberaterin und Wohnbloggerin Julia Ballmaier hat sich zum Ziel gesetzt in diesem Buch eines zu beweisen: Schönes Wohnen macht glücklich und jeder kann es sich leisten. Mit Ikeastücken, Flohmarktfunden und effektvollen, verblüffend einfachen DIY-Ideen hat sie völlig unterschiedliche Wohnambiente geschaffen – und zwar mit einem Budget von unter 1.000 Euro. Die Autorin stellt anhand von anschaulichen Texten, Tipps, Grundrissen und genauen Preislisten 25 unterschiedliche Wohnstile vor, die garantiert jeder nachmachen und sich leisten kann.

Patrick George: Lass mich frei! Moritz Verlag. 17.90 CHF.

freiEin Bilderbuch mit einer klaren Botschaft: Tiere wollen frei sein. Dazu können ihnen Kinder hier verhelfen. Elchköpfe an der Wand, Tigerfelle als Teppiche, Elefanten im Zirkus, Hühner auf engstem Raum, Bären im Zoo, Füchse um Damenhälse – die Liste von Möglichkeiten, Tiere zu ge- bzw. missbrauchen ist lang. Dieses Buch bietet durch schlichtes Umblättern transparenter Seiten die Gelegenheit, alle Tiere wieder in ihre natürliche Umgebung zu versetzen. Das ist überraschend und verblüffend und regt zum Gespräch über Freiheit und Unfreiheit an.

Silvia Aeschbach: Älterwerden für Anfängerinnen – Willkommen im Klub! Wörterseh Verlag. 25.90 CHF.

silviaDie Zürcher Journalistin, Autorin und Bloggerin Silvia Aeschbach befindet sich mit ihren 55 Jahren in einer Lebensphase, in der sie ein neues Territorium betritt, das sie nicht wirklich als eine Wohlfühloase empfindet. Wie Silvia Aeschbach die Jahre des Umbruchs erlebt, hat sie in ihrem Buch »Älterwerden für Anfängerinnen« sehr persönlich und augenzwinkernd festgehalten. Neben diesen witzigen und pointierten Texten über sich selbst lässt sie in einem Interview auch die Gynäkologin Stephanie von Orelli und in Porträts dreizehn weitere Frauen im Alter zwischen Anfang vierzig und Anfang siebzig zu Wort kommen. Offen erzählen sie, wie sie diese turbulente Zeit erleben und wie sie sich den Veränderungen, die unaufhaltsam kommen, stellen. Silvia Aeschbachs Buch zeigt auf: Es gibt keinen Grund, wegen ein paar Falten zu resignieren oder gar die Hände in den Schoß zu legen. Im Gegenteil! Die mittleren Jahre können ein Neuanfang sein, denn ganz egal, ob es um Männer, Beruf, Familie, Gesundheit, Liebe oder Lust geht – ab Mitte vierzig werden die Weichen neu gestellt. Doch die Schienen, auf denen es jetzt vorwärtsgeht, müssen keineswegs auf ein Abstellgleis führen. Im Gegenteil, wer die Weichen richtig stellt, kann ein weites Feld neuer Zufriedenheit entdecken – zumindest dann, wenn frau die Tatsache des Älterwerdens akzeptiert, statt mit ihr zu hadern. Silvia Aeschbachs Buch macht wunderbar klar: Durchsichtig werden muss heute nicht mehr sein!

Das Hohelied Salomos – CD. Gelesen von Anna Thalbach. Audiobuch Verlag. 22.50 CHF.

salomosEine alte Geschichte: Sehnsucht, Glück, Verzweiflung, die Begeisterung für die Schönheit des Menschen, den man liebt: Kein anderes Thema ist so zeitlos, kein anderes packt jeden, früher, später … Wer liebt, denkt anders. Wer liebt, geht auf Entdeckungsreise … was für ein Abenteuer, einen 2600 Jahre alten Text wiederzufinden … voll von Assoziationen, Düften, erotischen Anspielungen … das Hohelied Salomos, für hundert Generationen Freiraum und Spielmaterial … wie oft sind Zitate aus diesem Lied schon hin und her gegangen, wie Löschpapier vollgesogen mit realer Erfahrung. Die gerühmte Übersetzung von Klaus Reichert lässt diese Texte so frisch wirken wie am ersten Tag, wie eben gesungen. Reichert befreit die Verse vom harzigen Ballast der Jahrtausende – ein zeitloses Stück Literatur, das sich keinem Trend unterwirft, stark genug, um für sich zu stehen. Die preisgekrönte Sprecherin Anna Thalbach gibt den Text nicht einfach wieder, sie durchlebt ihn neu. Beim Lesen verliebt sich in ihn, flüstert, umschmeichelt, umtanzt die Verse. In einer zweiten, sich diesem Vortrag anschließenden, Version werden Ihre Worte eingebettet in einen fulminant betörenden Klangteppich, der das Hohelied als “Lied” erfahrbar macht, als sinnlichen Tanz von Wort und Klang. Wie soll man ausdrücken, was mit Worten so schwer auszudrücken ist? Diese Interpretationen lassen Freiraum für die eigenen Gefühle, sie belehren nicht, sie schlagen die Brücke zum Zuhörenden. Was soll man jemandem sagen, dem man nahe sein möchte …Dieses besondere Hörbuch schafft eine Variante mehr, einem geliebten Menschen seine Zuneigung zu senden – und auch etwas von diesem merkwürdigen Schwebezustand einzufangen, wenn es einen wirklich erwischt hat.