Archiv des Autors: Buecherparadies

Yvonne Eckert und Vera Markus: So isst Zürich – 14 Porträts und Rezepte. Edition 8. 39.00 CHF.

porträtsZürich ist Anziehungspunkt für unterschiedlichste Menschen. Sie alle bringen ihre Lebensarten, Geschichten und nicht zuletzt ihre Essgewohnheiten mit. Die Vielfalt an Lebensweisen prägt und belebt die Stadt. 14 verschiedene Personen geben in diesem Buch Einblick in ihren Alltag. Sie erzählen uns kleine und feine Geschichten, manchmal heiter und manchmal auch komisch – dabei gehts auch immer ums Essen. Wussten Sie beispielsweise, dass die köstlichsten Pilze auf Friedhöfen zu finden sind, weil die Baumbestände dort am besten gepflegt werden? Eine japanische Architektin berichtet vom Erlernen der traditionellen Teezeremonie und wie sie in ihrem Schrebergarten ein kleines Reisfeld angelegt hat. Zwei betagte Italienerinnen verraten nicht nur ihr Rezept fürs perfekte Vitello Tonnato, sondern auch die Geschichte von zwei ledigen Frauen, die in den 1960er-Jahren in die Schweiz kamen, um Arbeit zu finden. Und eine koscher kochende Familien- und Berufsfrau erzählt uns, welche Produkte auch im Supermarkt zu kaufen sind, und wie wichtig der Zusammenhalt in der jüdischen Gemeinde für sie ist. Wir begegnen Menschen, deren Leben auf den ersten Blick ganz alltäglich erscheinen. Doch gibt man ihnen etwas Zeit und Raum, dann wird klar, dass diese scheinbar >gewöhnlichen< Menschen auf ihre Art doch ungewöhnlich sind. Fotografien von Vera Markus zeigen die Menschen in ihrem Lebensumfeld, wie sie zu ihrer Nahrung kommen, wie sie kochen, das Essen präsentieren und geniessen. Ihre Lebensgeschichten sind in den Texten von Yvonne Eckert festgehalten. Abgerundet wird das Ganze mit einem Rezept aus dem Fundus der Porträtierten. So isst Zürich vereint Lebensgeschichten, Esskultur und Erinnerungen unterschiedlicher Personen, die eines gemeinsam haben: Sie alle leben in derselben Stadt.

Sempé: Sturmböen und Windstille. Diogenes Verlag. 49.90 CHF.

Blätter120 Szenen von stürmischen Zeiten, erholsamer Windstille und unseren phantasiereichen, verzweifelten Versuchen, einen Hafen für unser Boot im Leben zu finden. Sempés poetischer Strich verführt uns ernste Geister, die Welt, die Menschen und uns selbst anders zu nehmen

Hilary Mantel: Die Ermordung Margaret Thatchers – Erzählungen. Dumont Verlag. 26.90 CHF.

hilaryEin Unfall mit tödlichem Ausgang. Ein geheimnisvolles Satzzeichen. Ein aufdringlicher Besucher. Ein plötzlicher Herzstillstand. Es sind die unterschiedlichsten Dinge und Ereignisse, die Hilary Mantels Figuren aus der Lebensbahn werfen – mal für kurze Zeit, mal für immer. Gemein ist ihnen, dass sie tief ins Fleisch des Daseins schneiden. Mit einem untrüglichen Gespür für die Balance zwischen subtiler Andeutung und zielsicher gesetzten Schockeffekten entlarvt »die größte englische Schriftstellerin« (so die Jury des Booker-Preises) die Abgründe, über denen das Leben wie ein dünner Teppich liegt. Diese hintersinnigen, pointiert und mit lakonischem Humor erzählten Storys sind der Beweis, dass die Großmeisterin des üppigen historischen Romans in der kurzen Form – und im Hier und Jetzt – nicht weniger heimisch ist.

Herta Müller: Mein Vaterland war ein Apfelkern – Ein Gespräch. Hanser Verlag. 27.90 CHF.

herta“Ich stehe (wie so oft) auch hier neben mir selbst.” So begann Herta Müller ihre Tischrede nach der Verleihung des Nobelpreises. In einem langen Gespräch mit Angelika Klammer erzählt sie von ihrem ungewöhnlichen Lebensweg, der vom Kind, das Kühe hütet, bis zur weltweit bekannten Schriftstellerin im Stadthaus in Stockholm führt. Sie erzählt von der Kindheit in Rumänien, vom Erwachsenwerden und dem erwachenden politischen Bewusstsein, von den frühen Begegnungen mit der Literatur, den Konflikten mit der Diktatur des Kommunismus und dem eigenen Weg zum Schreiben. Mit ihrem Bericht vom Ankommen in einem neuen Land fällt auch ein ungewohnter Blick auf das Deutschland der 80er und 90er Jahre und auf die Gesellschaft, in der wir heute leben.

Ken Follett: Kinder der Freiheit. 12 CDs. Lübbe Audio. 43.50 CHF.

follettBerlin, 1961. Rebecca Hoffmann erfährt durch Zufall, dass ihr Mann bei der STASI arbeitet, und damit bricht ihre ganze Welt zusammen. Ihr Schicksal – und das eines ganzen Volkes – scheint besiegelt, als die Regierung eine Mauer erbauen lässt, die jede Flucht unmöglich machen soll. Doch weder Rebecca, noch ihre Kinder geben auf! Und sie bleiben nicht alleine … Boston, 1961. George Jake und Verena Marquand, zwei junge Schwarze, erfahren am eigenen Leib, was Rassendiskriminierung bedeutet – und wie falsch angebliche Freunde sein können. Wem kann man in einer von Misstrauen und Vorurteilen beherrschten Gesellschaft trauen, wem nicht? Und kann der Baptistenpastor Martin Luther King tatsächlich Hoffnung bringen? Ken Follett spannt mit seiner spannenden Familiensaga gekonnt einen Bogen zwischen den großen Freiheitsbewegungen in den USA, in Russland und vor allem in Deutschland, die schließlich 1989 im FALL DER MAUER gipfeln. Gelesen von Johannes Steck.

Teresa Fisher: Schweiz. National Geographic Traveler. 30.90 CHF.

chFür die große Beliebtheit der Schweiz als Reiseland gibt es gute Gründe. Das kleine Land im Herzen Europas mit Grenzen zu Deutschland, Österreich, Frankreich, Italien und Liechtenstein ist berühmt für die Schönheit seiner Gebirgslandschaften. Es besitzt jedoch auch sehenswerte Städte mit hervorragenden Museen, märchenhafte Schlösser und andere imposante weltliche und sakrale Architektur. Die Schweiz hat für jeden Geschmack viel zu bieten. . Informative Karten zur leichten Orientierung . Exklusive Tipps für unvergessliche Erlebnisse . Top-Highlights und wertvolle Insiderinformationen . Hochwertiges Bildmaterial Der Premium-Reiseführer von NATIONAL GEOGRAPHIC mit ausführlichen Informationen für den qualitätsbewussten Reisenden. Mit hochwertigen Fotos in Repor tagequalität und ideal zur Vorbereitung für die individuelle Reiseplanung.

Hanna Johansen: Der Herbst, in dem ich Klavier spielen lernte. Dörlemann Verlag. 33.50 CHF.

klavier»Ich lerne Klavier spielen.« Mit diesem Satz beginnen am 22. September die Aufzeichnungen, in denen die Ich-Erzählerin in Hanna Johansens neuem Buch Der Herbst, in dem ich Klavier spielen lernte während dreier Monate dieses Vorhaben protokolliert, das sie weit in die Kindheit in Norddeutschland führt und wieder zurück in die Gegenwart, zur Gartenarbeit im Herbst, zum Wechsel von Beständigkeit und Verlust von Fähigkeiten und Kräften, zur Frage nach dem Zuhause. Wie lernte das Kind, das sie einmal war, die wichtigen Dinge für das Leben? Wie verändert sich das Lernen mit dem Älterwerden? Diese Fragen treiben die Schreiberin um. Sie ist hartnäckig und merkt: »Sobald eine Schwierigkeit einigermaßen überwunden ist, kommt die nächste.«

Orlando Figes: Krim Krieg. Berlin Verlag. 36.50 CHF.

krim»Es gibt viele Parallelen zwischen dem Krimkrieg von 1853 bis 1856 und dem heutigen Konflikt. Die Schikane des russischen Präsidenten Wladimir Putin gegenüber der Ukraine und seine Forderungen nach einer neuen Regierung erinnern sehr stark an die Politik des russischen Zaren Nikolaus I. (1796-1855) gegenüber dem Osmanischen Reich am Vorabend des Krimkriegs. Zar Nikolaus I. war eine finstere Gestalt mit übertriebenem Stolz und Arroganz, was gewiss Ausdruck seiner 27 Jahre andauernden Herrschaft war. Er glaubte zu wissen, wie sich eine Großmacht gegenüber schwächeren Nachbarn zu verhalten hätte.« Orlando Figes, »Frankfurter Rundschau« Der Krimkrieg ist eines der Schlüsselereignisse des 19. Jahrhunderts, und doch sind seine Dimensionen und Hintergründe hierzulande wenig bekannt. Frankreich, Großbritannien und das Osmanische Reich auf der einen Seite und Russland auf der anderen waren in einen erbitterten Kampf um Territorium und Religion verstrickt. Der Krieg dauerte von 1853 bis 1856, kostete annähernd eine Million Soldaten und zahllose Zivilisten das Leben und sorgte dafür, dass das bis dahin enge Verhältnis zwischen dem unterlegenen Russland und Westeuropa nachhaltig gestört war. Verletzter Stolz und Zorn auf den Westen prägen bis heute die russische Erinnerung an den Krimkrieg. Der damalige Zar Nikolaus I. genießt in Putins Russland den Ruf eines vaterländischen Helden. Orlando Figes, der brillante Erzähler unter den heutigen Russland-Historikern, schildert diesen ersten Flächenbrand der Moderne, der mit außerordentlicher Grausamkeit und erschreckender Inkompetenz ausgefochten wurde. Auf der Basis von zuvor nicht ausgewerteten russischen, osmanischen und westeuropäischen Quellen zeichnet er eindrücklich eine Welt im Krieg: die Paläste in St. Petersburg und die heiligen Stätten in Jerusalem, den jungen Tolstoi, der aus dem belagerten Sewastopol berichtet, die berühmte Krankenschwester Florence Nightingale, die bei der medizinischen Versorgung der Verwundeten Pionierarbeit leistet, und den einfachen Soldaten im Schützengraben.

Bastian Sick: Füllen Sie sich wie zu Hause – Ein Bilderbuch aus dem Irrgarten der deutschen Sprache. Kiepenheuer & Witsch Verlag. 18.70 CHF.

bastianDas einzigste Buch mit den meisten Fehlern Seit nunmehr elf Jahren streift Bastian Sick durch den Irrgarten der deutschen Sprache und präsentiert humorvoll, ironisch und pointiert die unglaublichsten Zeugnisse orthografischer Verlegenheit und grammatischer Verwegenheit. Mit seinen Kolumnen, Büchern, Quizspielen und Bühnenshows hat er einen regelrechten Kult um die deutsche Sprache ausgelöst und Millionen Menschen begeistert. Jedes seiner Bücher war ein Bestseller, und auch der neueste Band aus der »Happy Aua«-Reihe ist randvoll gespickt mit sprachlichen Delikatessen vom Feinsten. Ob beim »Christkindl-Anschießen«, beim »Rentnerschlachtfest« oder im »Verunstaltungsraum« – Bastian Sick sorgt dafür, dass Sie sich wie zu Hause füllen. Notfalls ruft er für Sie den »Bomben-Lieferservice« und schaltet die »Schweinwerfer« an. Ein Buch voller Glanzlichter, eine regelrechte »Lichterkette mit Ersatzhirnen«.

Dieter Schwarz: Edouard Vuillard 1868-1940. Kunstmuseum Winterthur. 38.00 CHF.

edouardVuillard gehört zusammen mit Bonnard, Félix Vallotton, Maurice Denis, Ker-Xavier Rous sel zu den Gründern und prägenden Figuren der Künstlergruppe der Nabis. In ihrem Kontext hat sich sein Werk charakteristisch entwickelt; hier gingen wesentliche Wirkungen von ihm aus. Die Ausstellung im Kunst museum Winterthur fokussiert deswegen auf die Jahre 1893-1910, in denen sich Vuillards Bildauffassung heraus kristallisierte und der Kontakt unter den Künstlerkollegen, namentlich zu Vallotton, am intensivsten war. Es sind insgesamt sechs Themenkreise und Entwicklungsstufen, die dabei veranschaulicht werden sollen: Zunächst die atmosphärisch dichten Intérieurs mit Mutter und Schwester aus den 1890er Jahren. Als Gegen stück zu diesen dramatisch inszenierten Darstellungen folgen die Fa milien szenen aus der Jahrhundertwende, in denen Vuillards kleine Nichte Annette im Zentrum steht. Mit dem Akt entdeckte Vuillard nach 1900 ein neues Thema, das auch in den Werken seiner Freunde Pierre Bonnard und Félix Vallotton seinen Niederschlag fand. Im Vergleich der Werke der drei Künstler lassen sich thematische Nähe und unterschiedliche Ausdrucksweisen verfolgen. Um diese Zeit malte Vuillard auch seine ersten Landschaften, erst in der Umgebung von Paris, dann bei Vallotton am Genfer See, weswegen die Aus stellung und der Katalog entsprechende Werke beider Künstler vorstellen wird. Landschaftliche Motive zeigen auch die während der Sommer auf enthalte in der Bretagne gemalten Bilder von 1908/09, in denen Vuillard eine neue, summarische Malweise im größeren Format präsentiert. Die Folge der Intérieurs mit der am Tisch sitzenden Mutter, die von 1898 bis 1910 reicht, erlaubt es schließlich, den Wandel in Vuillards Bildauffassung anhand seines wichtigsten Modells eindrücklich zu erleben. Der Katalog füllt ein seit lange bestehendes Desiderat in der Kunstliteratur zur klassischen Moderne. Er enthält zudem die auf Deutsch bislang unpublizierte Korrespondenz mit Vallotton. Mit 140 farbigen Abbildungen